Fertigstellung und Segnung der Riedkapelle in Eriskirch

Auf Initiative von Eriskircher Bürgern und der Kirchengemeinde Eriskirch hat die Gemeinde Eriskirch die sanierungsbedürftige Riedkapelle mit einem stattlichen finanziellen Aufwand zu neuem Glanz erstrahlen lassen.

Am 06.10.2019 vor dem Erntedankgottesdienst hat Pfarrer Anton Hirschle aus Tettnang in einer kleinen würdigen Feier unter Begleitung des Kirchenchors Eriskirch die Riedkapelle gesegnet.
In seiner Ansprache ging Bürgermeister Arman Aigner auf die Geschichte der Riedkapelle ein, die 1947 von Eriskircher Bürgern unter der Leitung von Josef Spanagel anstelle einer verfallenen Kreuzesgruppe zum Dank für den gut überstandenen Krieg erbaut wurde. Im sonntäglichen Rosenkranz an der Kapelle wurde um eine glückliche Heimkehr der noch vermissten Soldaten aus Eriskirch gebetet. Er lobte den Bürgersinn, der hier im Guten zu Tage tritt und dankte auch den Damen Frieda Spanagel, die bis 1995 die Kapelle pflegte und schmückte, der Frau Agnes Schraff, die  bis 2007 und Frau Maria Erhart, die bis heute die Riedkapelle schmückten und pflegten. Er dankte der Kirchengemeinde für den großzügigen finanziellen Beitrag und der Familie Guido Spanagel für die Zusage, auch in der Zukunft sich um den Erhalt der Kapelle zu sorgen. Der Firma Kiefer dankte er für die zeitnahe und fachmännische Sanierungsarbeit sowie für die großzügige Spende.

Herr Hans-Peter Kiefer, Inhaber der Firma Kiefer, dankte für den erteilten Auftrag, der ihm als Eriskircher Handwerker eine große Freude gemacht habe. Für ihn ist die Riedkapelle ein Mahnmal für den Zusammenhalt der Bürgerschaft, wie sie in schicksalhafter Zeit zusammensteht. Das wünsche er sich auch in Zukunft und dazu wollte er auch seinen Beitrag leisten.
Für die Kirchengemeinde dankte Bernhard Vesenmayer der Gemeinde Eriskirch, dass sie auf Anfrage der Kirchengemeinde sich sofort zur Durchführung der Sanierung der Kapelle bereiterklärte, nachdem auch die Kirchengemeinde ihre finanzielle Unterstützung zusagte. Er entwickelte den Gründungsgedanken der Kapelle „Dank für den überstandenen Krieg“ in die heutige Zeit weiter, an dieser Stelle das Gebet zum Dank für den langen Frieden zu sprechen, der unserer Generation beschieden ist und der nicht selbstverständlich ist. Die Lage der Kapelle im Naturschutzgebiet - mitten in der von den Landwirten gepflegten und bearbeiteten Landschaft, werde aber auch den Besucher - sei es Spaziergänger oder Radfahrer - an den Schöpfungsgedanken erinnern und Danksagen lassen für die herrliche Natur, die uns hier geboten wird.
Jedermann, gleich welcher Konfession oder Herkunft, sei hier zum Gebet oder Innehalten in diesem Sinne eingeladen.
Bernhard Vesenmayer